Kräht der Hanne am ersten Mai….

„Die Behauptung unser Juso Graffiti würde gegen Gesetzgebung verstoßen, ist schlichtweg gelogen“, erklärt Juso Sprecher Maximilian Greb. „Wie man auf so eine unsägliche Behauptung kommen kann, ist für mich unfassbar“, so Greb weiter. „Wir Jusos finden das ja prinzipiell gut, wenn der politische Gegner uns immer wieder bekannt macht und so das Gegenteil von dem erreicht, was er eigentlich will, aber man muss schon bei der Wahrheit bleiben“, meint Greb.

Die Jusos erklären, dass sie bevor sie das Graffiti gesprüht haben, vorher mit der Stadtverwaltung telefoniert haben, um sich die ausdrückliche Erlaubnis einzuholen. Sehr zuvorkommend sei man hier gewesen, erklären die Jusos.

„Dass die Stadtverwaltung nun auf AZ Anfragen mitteilt, es handle sich um „Gesetzeswidrigkeiten“, entbehrt jeglicher Fairness und jedem polit. Anstand“, so Juso Sprecherin Yvonne Mark weiter.

Den Jusos liegen mittlerweile Mailverläufe vor, in denen klar wird, dass es sich hier nur um ein verwaltungsinternes Missverständnis in den Zuständigkeiten zwischen Ordnungsamt und Stadtjugendpflege handelt. „Wenn dies verwaltungsintern nicht klar ist, kann man das aber kaum uns Jusos zum Vorwurf machen“, ärgert sich Mark.

Dass der Ordnungsdezernent Michael Hanne (FDP) bereits im Hintergrund die kostenpflichtige Entfernung veranlassen wollte, ist für die Jusos dann nochmal „der Gipfel der Dreistigkeit“, und kommt wohl einem Aprilscherz gleich erklären die Jusos. “Kräht der Hanne am ersten Mai, ist der April vorbei“, muss Greb lachen.

„Interessant zu beobachten, wie Herr Hanne sein Amt ausübt. Verwaltungsinterne Unstimmigkeiten bei Aktionen, die die politischen Gegner betreffen, sollen denen direlt zum Verhängnis werden, aber bei den politischen Freunden werden auch gerne mal beide Augen zugedrückt, wie beispielsweise bei der illegalen Plakatierung der CDU im OB-Wahlkampf“, so Greb weiter.

„Wenn Herr Hanne so weiter agiert, wird ihn auch das nochmal irgendwann einholen, wie einst seine Amtsenthebung als Wahlleiter, bei der er schon den Aufgaben des Amtes nicht gewachsen war“, meint Mark.

„Wenn CDU und FDP meinen, dann könnten ihre Jugendorganisationen sowas ja auch einfach sprühen: Bitte sollen sie doch machen. Was hindert sie daran? Es ist aber schon lächerlich, wenn man bedenkt, dass es bis zur Landesebene keine aktive JU oder Julis bei uns gibt“,  so Maximalian Greb, Sprecher der Jusos Bingen. „Von Seiten der CDU und der FDP verstehen wir die Kritik als Neid darüber, dass sie keine aktive  Jugendorganisation haben“, so Greb weiter.

„Die Freiflächen für Graffiti sind für jedermann zugänglich“, erklärt Stadtrat Rouven Winter (SPD), der sich über solche Zwists ärgert. „Sowas muss alles nicht sein. Wir scheuen ja nun wirklich die politische Auseinandersetzung nicht, aber Fairness muss sein und es lohnt auch nicht aus jeder Mücke einen Elefanten zu machen“, so Winter weiter.

„Klar kann man sich nun streiten, ob Jugendpolitik zu Jugendkultur gehört oder nicht“, meint Winter. Die Jusos meinen sehr deutlich Ja und zeigen sich zufrieden damit, dass nun wenigstens darüber gesprochen wird.

„Diese Aktion der Stadtspitze zeigt einmal mehr, was diese von der Jugend und deren Partizipationsmöglichkeiten hält. Sie werden sich in Zukunft schon inhaltlich mit uns auseinandersetzen müssen“ so Winter abschließend.

 

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