Jusos: Binger JUZ ist keine „extremistische Zelle“

„Die Binger FDP beteiligt sich an keinerlei friedlichen Protest in Bingen, wenn hier Rechtsradikale aufmarschieren und menschenverachtende Parolen verbreiten. Sie kritisiert diese Proteste sogar. Aber wenn im Binger Jugendzentrum eine Antifa Flagge hängt, dann bezeichnet sie die Einrichtung als linksextremistische Zelle“, zeigt sich der Sprecher der Binger Jusos, Christian Wieß, erstaunt und verärgert. „Niemand, der schon einmal das Binger JUZ besucht hat, kann zu dem Schluss kommen, dass hier Linksextremisten staatsfeindliche Aktionen planen. Diese Vorstellung ist abwegig, die Wortwahl ist maßlos überzogen und die ganze Kampagne der Binger FDP ist respektlos gegenüber den ehrenamtlichen Jugendlichen, die sich hier im Bereich der offenen Jugendarbeit engagieren“, führt Wieß aus. Das einzige, das alle, die unter dieser Flagge laufen, gemeinsam haben, sei der Einsatz gegen Rechtsextremismus. „Der Einsatz gegen Rechtsextremismus ist aber nun wirklich nicht gleichbedeutend mit extremistischen Zellen. Es ist durchschaubar, was die Binger FDP hier versucht. Anstatt mit den Jugendlichen vor Ort ins Gespräch zu kommen und etwaige Missverständnisse auszuräumen, werden die jungen Menschen hier völlig sachgrundlos mit kriminellen Straftätern in Verbindung gebracht, die in Hamburg Autos anzünden, plündern und Gewaltverbrechen begehen. Der FDP geht es hier nur darum, die zurecht entstandene Empörung über die Ereignisse in Hamburg auszunutzen, um auf eben dieser Empörungswelle mitzureiten und politisches Kapital zu schlagen. Dass es absolut keinerlei Zusammenhang zwischen den Straftaten in Hamburg und der offenen Jugendarbeit im Binger JUZ gibt, wird nicht nur einfach ignoriert. Hier sucht man sogar noch den direkten Weg in die Presse, anstelle mit den Verantwortlichen vor Ort ins Gespräch zu kommen“, kritisiert Wieß, der den Binger Liberalen unterstellt, dass es ihnen nur um die provokante Meldung in der Presse ginge. „Wir Jusos verurteilen jede Form von Gewalt und können die Ereignisse in Hamburg kaum fassen. Was dort geschehen ist, hat mit politischen Aktionen nichts zu tun. Hier waren kriminelle Straftäter am Werk, die den friedlichen Protest in den Schatten gestellt haben und auch denjenigen, denen es wirklich um eine politische Sache ging, geschadet haben. Warum aber das Binger JUZ nun eine linksextremistische Zelle sein soll, wenn über 500 km weiter Straftaten begangen werden, erschließt sich uns nicht“, so Wieß.

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